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Berichte

Befreiungsfeier am 9. Mai 2010 im ehemaligen KZ Mauthausen

2010 stand die Feier unter dem Thema
Kinder und Jugendliche im KZ Mauthausen


die Delegationen sammeln sich bei den nationalen Denkmälern


LH-Stellvertreter Josef Ackerl bei seiner Ansprache
vor der Gedenktafel für Richard Bernaschek


Gedenkkundgebung des KZ-Verbandes


Gedenken der israelitischen Kultusgemeinde


ein hochdekorierter Veteran der Roten Armee,
er kämpfte in Wien für die Befreiung vom Faschismus


der Einzug der Delegationen




wie jedes Jahr: die Delegationen der italienischen Städte
und Regionen mit ihren Flaggen und Standarten ...


... abgeschlossen wird der Einzug der Italiener mit dem Lied von der
"Blume des Partisanen", besser bekannt unter dem Titel "Bella Ciao"


die kubanische Delegation demonstriert - wie jedes Jahr - für die Freilassung
von fünf aus politischen Gründen in den USA inhaftierten Landsleuten


die Delegation Russlands vor dem Mauthausner Gedenkstein


die Spanier mit Fahnen der Spanischen Republik,
die von den Klerikalfaschisten Francos zerschlagen wurde


die Delegation der US-Army, die 1945 das KZ Mauthausen befreite


das Abschlusstransparent der Kommunisten


die Delegation der österreichischen Opferverbände


die Delegation der "Welser Initiative gegen Faschismus"


"Zeichen setzen" lautete das Motto dieses Transparentes der jungen Menschen


wie immer: den Abschluss bildfen die Delegationen der Roten Falken ...


... und der Sozialistischen Jugend


Moderiert wurde der Ablauf von Frank Hoffmann und Willi Mernyi


die Vertreter der österr. Bundesregierung mit Kanzler Werner Faymann


der Gedenkstein im ehemaligen KZ Mauthausen

Vier Gedenkreden, die während der Befreiungsfeier von seinerzeitigen KZ-Häftlingen aus Belgien, Italien, Serbien und der Ukraine gehalten wurden, können hier heruntergeladen werden.

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Delegiertentreffen der Mauthausenkomitees

Wie jedes Jahr im Frühjahr fand in Linz das Treffen von Delegierten der Gruppen des Mauthausen Komitees Österreich statt. In einer ganztägigen Konferenz wurden am 20.3.10 Informationen ausgetauscht und über Erfahrungen berichtet. Angeregt wurde dabei u.a., dass bei den Befreiungsfeiern die Einbindung lokaler und regionaler Organisationen versucht werden sollte, die nicht unmittelbar in diesem Bereich aktiv sind, z.B. Fußballclubs oder Feuerwehren. Von der Leitung des MKÖ wurde über die geplanten Neugestaltungen der Gedenkstätte Mauthausen berichtet, wobei besondere Erwähnung fand, dass sich das vom Innenministerium seinerzeit ohne die Zustimmung des MKÖ errichtete Besucherzentrum nun in der Praxis wie befürchtet als Flop erwiesen hat, die aktuellen Neuplanungen müssten daher entsprechend verantwortungsvoll angegangen werden. Als Erfolg erwies sich die Ausbildung von Mauthausen-Guides, hier ist allerdings die Finanzierung des Einsatzes durch das Innenministerium noch nicht ausreichend gesichert.
In zwei Referaten wurden die Delegierten über den Rechtsextremismus unter Jugendlichen und in Oberösterreich informiert.

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Welser Antifa verlieh Elfriede-Grünberg-Preis

Am 23. November 2009 fand im Bildungshaus Schloss Puchberg das Jahresforum der Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa) statt, an dem mehr als 50 Delegierte sowie zahlreiche Gäste teilnahmen. Bürgermeister Peter KOITS und der neue Vorsitzende von SOS Menschenrechte, Gunther TRÜBSWASSER, dankten der Initiative für ihre wertvolle demokratische Aufklärungsarbeit.

Antifa-Vorsitzender Robert EITER legte einen beeindruckenden Jahresbericht vor: 51 öffentliche Aktivitäten wurden gesetzt. Viele davon an Schulen, darunter sechs Zeitzeugen-Veranstaltungen mit der Auschwitz-Überlebenden Ceija Stojka. Vier Schulen übernahmen eine Patenschaft für die Welser „Stolpersteine“ – das sind Kleindenkmäler im Gehsteig, die an ermordete NS-Gegner erinnern. Mehrere Kundgebungen fanden ein großes Echo: Allein zur Kundgebung gegen Fremdenhass, auf der die Schauspielerin Christiane Hörbiger sprach, kamen 500 Menschen.

Bereits zum zehnten Mal verlieh die Antifa einen Preis: Er trägt den Namen der jüdischen Welserin Elfriede Grünberg. Sie wurde 1929 - im selben Jahr wie Anne Frank - geboren und als 13-Jährige von den Nationalsozialisten nach Osten deportiert, wo sie ums Leben kam. Der Preis wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich um die Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus verdient gemacht haben. Das damit verbundene Buchgeschenk wurde heuer von Elfriede Jelinek signiert und den Preisträgern persönlich gewidmet. Die Preisträger sind:
Marie-Jose SIMONET (Linz), geboren 1979, Ärztin, wurde im Juni dieses Jahres in einem Bus in aggressiver Weise rassistisch beschimpft, suchte den Weg in die Öffentlichkeit und löste damit eine breite Debatte über Rassismus und Zivilcourage aus.
Leo FURTLEHNER (Linz), geboren 1951, KPÖ-Landessprecher, ist schon seit 30 Jahren in der antifaschistischen Bewegung aktiv und Herausgeber höchst informativer Dokumentationen über den historischen Widerstand sowie über rechtsextreme Organisationen.
Walter HOFSTÄTTER (Mauthausen), geboren 1962, Kulturreferent und Vorsitzender des Vereins „perspektive Mauthausen“, ist schon seit 30 Jahren in der antifaschistischen Bewegung aktiv sowie Organisator zahlreicher Kultur- und Gedenkveranstaltungen.
Thomas BÖHLER (Ebensee), geboren 1989, Bundessprecher des Österreichischen Gedenkdienstes, hat als äußerst engagierter Gedenkdiener in Prato (Italien) viel zur antifaschistischen Aufklärung und zur Städtepartnerschaft Ebensee – Prato beigetragen.


 die Preisträger:
Walter Hofstätter, Marie-Jose Simonet, Leo Furtlehner, Thomas Böhler

Im kommenden Jahr will die Antifa u.a. ihre erfolgreiche Jugend- und Gedenkarbeit fortsetzen und sich dafür stark machen, dass die Landespolitik rechtsextreme Umtriebe wirksamer bekämpft.

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OÖ. Netzwerk gegen Rassismus traf sich in Wels

Am 3. Oktober 2009 fand im Bildungshaus Schloss Puchberg in Wels wieder ein Treffen des "OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus" statt.
130 Vertreter von 56 politischen, kirchlichen, kulturellen und humanitären Organisationen aus dem ganzen Bundesland informierten sich, diskutierten und stimmten vielfältige Aktivitäten ab. "Seit dem letzten Treffen vor einem Jahr sind dem Netzwerk fünf weitere Organisationen beigetreten, darunter die Naturfreundejugend", berichtete Netzwerk-Sprecher Robert Eiter.


"Schlossherr" Willi Achleitner begrüßte die Gäste ...


... die den Versammlungsraum bis auf den letzten Platz füllten


wie jedes Jahr: Grußworte des Welser Bürgermeisters Koits ...


... und der Jahresbericht von Netzwerksprecher Dr. Robert Eiter

Hochkarätige Referenten setzten sich mit interessanten Themenfeldern auseinander: So sprach der Bundesvorsitzende des Mauthausen Komitees, Willi Mernyi, über die Perspektiven der antifaschistischen Bewegung in Österreich. Der Zeithistoriker Thomas Hellmuth beschäftigte sich mit den scheinbar sozialistischen Bestandteilen rechtsextremer Propaganda. Für die musikalische Umrahmung des Treffens sorgte die Gruppe Kohelet3.


Willi Mernyi


Thomas Hellmuth


Kohelet3 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fassten auch inhaltliche Beschlüsse. So wurde zur Stichwahl in Wels einstimmig folgende Erklärung beschlossen: "Bürgermeister Koits hat sich durch eine menschliche und soziale Politik bewährt. FPÖ-Kandidat Wieser steht dagegen für eine Politik, die Vorurteile schürt und die Bevölkerung spaltet.
Das OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus, dem 56 politische, kirchliche, kulturelle und humanitäre Organisationen angehören, appelliert deshalb an die Welserinnen und Welser, am 11. Oktober Bürgermeister Koits ihre Stimme zu geben!"

Das Netzwerk verlangt außerdem ein umfassendes Maßnahmenpaket des Landes zur Bekämpfung des Rechtsextremismus, eine klare Abgrenzung der ÖVP, der SPÖ und der Grünen von der in die rechtsextreme Szene verstrickten FPÖ sowie eine Humanisierung des Fremdenrechts.

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Oberösterreichisches Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus